Die Alexander Technik führt zu einer Veränderung der Körperhaltung, der Bewegungsmuster, des Wohlbefindens und des Bewusstseins.

Häufig begleiten uns Schmerzen oder Unwohlsein, weil unsere Bewegungen und unsere Körperhaltung nicht der natürlichen, körpergerechten Anwendung unseres «Selbst» entsprechen.

Die Alexander Technik basiert auf den folgenden Grundlagen:

 

1. Der Gebrauch des Selbst

Warum, wie und was tun wir in jedem Moment? Wir sind immer in Bewegung, auch wenn wir ganz still sitzen oder liegen, sind Muskeln am arbeiten. Es ist wichtig für unser Wohlbefinden, dass unsere Bewegungen so frei wie möglich sind. Wenn wir unseren Körper nicht richtig «benutzen», stehen wir unseren Muskeln, unserer Atmung, Verdauung, unseren Körperflüssigkeiten und Nerven im Weg bei der Ausführung ihrer Aufgaben. Wir fahren mit einer angezogenen Handbremse durch das Leben.

 

2. Primäre Kontrolle

Für die körperliche Koordination hat die Beziehung zwischen Kopf, Hals und Rücken eine vorrangige Bedeutung. Das ausbalancierte Verhältnis dieser 3 Partien ist entscheidend für eine freie und gelöste Steuerung der Bewegungsabläufe.

 

3. Gewohnheiten

Wenn wir häufig etwas tun, werden in unserem Gehirn grosse Nervenbahnen gelegt — so «programmieren» wir uns. Bei Bewegungen führen diese «programmierten» Nervenbahnen dazu, dass wir uns immer auf die gleiche Art und Weise bewegen, beim Laufen, Hinsetzen, Sitzen etc. Natürlich sind solche Gewohnheiten oder Muster auch eine Hilfe und etwas ganz Natürliches in unserem System. Wir haben kaum die Zeit, uns bei jedem Schritt neue Anweisungen geben können, weil wir unsere Aufmerksamkeit meist für anderes brauchen. Schaden aber diese Bewegungsabläufe unserem Organismus, ist es von Vorteil, wenn wir ein Muster ablegen können, neue Bewegungen einstudieren und uns in Zukunft auf die neue Art und Weise bewegen.

 

4. Anweisungen

Jeder Gedanke manifestiert sich im Körper. Unser Gehirn und unsere Muskeln sind dauernd über unser Nervensystem miteinander verbunden. Ohne den Wunsch sich zu bewegen, passiert nichts. Wenn wir lernen unser Gehirn für die Steuerung unserer Bewegungen wieder bewusst zu benutzen, können wir mit gedanklichen Anweisungen neue Nervenbahnen legen und damit verändern wir auch unsere Bewegungsabläufe.

 

5. Anhalten

Zwischen Reiz und Reaktion muss eine Pause stattfindenn, wenn bewusst eine Veränderung herbeigeführt werden soll. Findet diese Pause nicht statt, tritt sofort unser Muster in den Vordergrund und alles bleibt beim Alten. Geben wir uns die Zeit für eine kleine Pause und erteilen uns in der Pause die neuen Anweisungen und halten unser Muster zurück bevor wir mit der Aktivität loslegen, dann bewegen wir uns in der Folge anders.

 

6. Den Körper kennen

Es ist wichtig ein paar Details zu unserem Körper zu kennen. Beispielsweise wo sind die wichtigsten Gelenke, Knochen, Muskeln? Wie funktionieren sie, was ist ihre Aufgabe und was nicht? Erst dann sind wir in der Lage, unseren Körper auch so zu benutzen und zu steuern, wie es ursprünglich «gedacht» war.

 

Wir erhalten durch die Alexander Technik eine Methode, die uns den Weg zurück zu einer bewussten, nach Aufrichtung strebenden Haltung vermittelt.

Sie ist eine Hilfe zur Selbshilfe im Alltag, bei allem was wir tun.